29. August 2017
Einige Frauen haben ein besonders hohes Risiko für Brust- und/oder Eierstockkrebs, denn sie tragen eine Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen in sich.
 08. August 2017
Die Rehabilitation soll Patientinnen bei der Rückkehr in den Alltag und ggf. das Berufsleben unterstützen.
 01. August 2017
Bewegung ist die beste Möglichkeit, einem Lymphödem entgegenzuwirken. Vor allem Entstauungsgymnastik eignet sich für Patientinnen.
 18. Juli 2017
Silke P. erhielt 2012 die Diagnose Brustkrebs. Nach Abschluss der Therapie entschied sie sich für ein Tattoo auf ihrer Brust.
Stethoskop
Rehabilitation und Nachsorge bei Brustkrebs
Die Nachsorge und Rehabilitation zählen zum ganzheitlichen Behandlungskonzept bei Brustkrebs.
Brustkrebs

Rehabilitation und Nachsorge bei Brustkrebs

Nach einer Brustkrebsdiagnose und anschließenden therapeutischen Maßnahmen hat sich für viele Patientinnen das gesamte Leben verändert. In der Regel ist die Wiederaufnahme des Berufs nicht unmittelbar möglich. Auch die seelische Belastung ist für Frauen mit Brustkrebs oft groß. Diese bleibt durch die Angst vor einem Rückfall meist lang bestehen. Weil die Ursachen zur Entstehung von Brustkrebs bis heute nicht abschließend geklärt sind, kann auch ein Rückfall und die erneute Entwicklung eines Mammakarzinoms nie vollständig ausgeschlossen werden.

Rehabilitation bei Brustkrebs

Eine Rehabilitation dient der Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit und gegebenenfalls auch der Erwerbstätigkeit. Unmittelbar nach Ende der Brustkrebstherapie haben Patientinnen Anspruch auf rehabilitative Leistungen im Rahmen einer Anschlussrehabilitation (AHB). Die rehabilitativen Maßnahmen sollen dementsprechend so bald wie möglich nach dem operativen Eingriff oder im Anschluss an eine Chemotherapie beginnen.

Grundsätzlich hat jede Brustkrebspatientin Anspruch auf eine Rehabilitation. Eine Anschlussheilrehabilitation soll in der Regel innerhalb von zehn Tagen nach der Entlassung aus der behandelnden Klinik, die die Brustkrebsoperation durchgeführt hat, erfolgen. Bei der Beantragung der Anschlussrehabilitation (AHB) stehen die zuständigen Kliniksozialdienste den Patientinnen hilfreich zur Seite und empfehlen nach Absprache mit den behandelnden Ärzten sinnvolle Rehabilitationsmaßnahmen.

Die Entscheidung, in welcher Art (stationär, ambulant oder teilstationär) die Reha erfolgen soll, liegt bei der Patientin. Beim Antrag darf sie im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechts auch bevorzugte Kliniken angeben. Über die Bewilligung und Kostenübernahme entscheidet die zuständige Krankenkasse oder die Rentenversicherung.

Grundsätzlich soll die Rehabilitation körperliche sowie psychosoziale Hilfe zur Wiederherstellung der Lebensqualität der Patientin bieten. Welche Rehamaßnahmen für die jeweilige Patientin infrage kommen, wird beim ärztlichen Aufnahmegespräch entschieden und in Form eines Behandlungsplan festgelegt werden.

Zur Rehabilitation zählen folgende Therapiebereiche:

  • umfassende Betreuung und Beratung durch Fachärzte und ausgebildetes Pflegepersonal
  • Patientenschulung zum Umgang mit der Krankheit
  • theoretische und praktische Ernährungsschulung
  • Arzneimitteltherapie
  • Ergotherapie
  • Psychotherapie und psychologische Beratung
  • Entspannungstraining und künstlerische Therapien
  • Sport-, Physio- und Bewegungstherapie mit Kraft- und Ausdauertraining
  • Beratung über sozialrechtliche Fragen und berufliche Wiedereingliederung
  • die Versorgung von Lymphödemen und anderen durch die Operation bedingten Nebenwirkungen

Nachsorge bei Brustkrebs

Die Nachsorge nach einer Brustkrebserkrankung ist auf die folgenden fünf Jahre angelegt und dient dazu, einen möglichen Rückfall frühzeitig zu erkennen. Grundsätzlich soll die Nachsorge ein Arzt-Patienten-Gespräch, körperliche Untersuchungen, ärztliche Beratung und Betreuung sowie bildgebende Verfahren umfassen. Die Begleitung der Patientin nach der Brustkrebstherapie soll mit Unterstützung von beispielsweise Psychoonkologen, Psychotherapeuten erfolgen.

Ziele der Nachsorge sind

  • die frühestmögliche Diagnose bei Wiederauftreten der Erkrankung
  • die frühestmögliche Erkennung von Krebs der Gebärmutter und der Eierstöcke
  • die fachärztliche Kontrolle der medikamentösen Therapien mit Behandlung möglicher Nebenwirkungen
  • die Beratung über Lebensstil, Umgang mit der Erkrankung und familiäre Bewältigung

Zu den empfohlenen Nachsorgeuntersuchungen zählen:

  • die Erhebung der individuellen Krankengeschichte sowie Aufklärung zum Umgang mit Begleiterkrankungen
  • die körperliche und gynäkologische Untersuchung sowie Unterweisung zur Selbstuntersuchung der Brust
  • Ultraschall der Brust (Mammasonografie)
  • Mammografie
  • in begründeten Fällen eine Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Beratung über Lebensstil

Die Nachsorge besteht in der Regel in den ersten drei Jahren nach der Erkrankung aus Arzt-Patienten-Gespräch, klinische Untersuchung und Beratung im Intervall von drei Monaten. Überdies soll ein Ultraschall der Brust (Mammasonografie) im Zeitraum der drei Jahre halbjährlich erfolgen, eine Mammografie einmal im Jahr.

Die Zeiträume zur Nachsorge werden nach den ersten drei Jahren größer, sofern kein Verdacht auf Folgeerkrankungen und Wiederauftreten der Erkrankung bestehen. Bei auftretender Symptomatik, Beschwerden und Befunden bei der Nachsorge sind weitere bildgebende Verfahren und Laboruntersuchungen angebracht.

Sabrina Mandel

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