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Stethoskop
Diagnose von Brustkrebs
Mammografie, Ultraschall, Magnetresonanztomografie und Biopsie sind wichtige Verfahren werden zur Diagnose von Brustkrebs.
Brustkrebs

Diagnose von Brustkrebs

Eine Verhärtung in der Brust muss nicht immer die Diagnose Brustkrebs bedeuten. Allerdings sollte jede Veränderung und jeder Verdacht mit dem behandelnden Gynäkologen besprochen werden, um einer eventuellen Brustkrebserkrankung frühestmöglich entgegen zu wirken. Bei der frühen Diagnose, wenn der Tumor kleiner als zwei Zentimeter ist und das Lymphsystem tumorfrei, überleben 97 Prozent der Patientinnen die ersten fünf Jahre, 92 Prozent die ersten zehn.

Zur Diagnose von Brustkrebs stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, die individuell vom behandelnden Arzt durchgeführt werden können und häufig aufeinanderfolgend stattfinden. Grundsätzlich beginnt jede Untersuchung zur Diagnose von Brustkrebs mit der Anamnese, also der Abklärung der individuellen Krankengeschichte sowie möglicher familiärer Vorbelastungen.

Ärztliche Tastuntersuchung bei Verdacht auf Brustkrebs

Die ärztliche Tastuntersuchung gehört sowohl zur Früherkennung ab dem 30. Lebensjahr als auch zur ersten Maßnahme der Diagnostik. Dabei tastet der Gynäkologe die Brust in verschiedenen Positionen ab, also wenn die Patientin sitzt, liegt und steht, die Arme in die Hüfte stemmt oder über den Kopf hebt. Zur Untersuchung gehört außerdem das Abtasten der Schlüsselbeine und der Achselhöhlen.

Mammografie zur Diagnose bei Brustkrebs

Ergibt die ärztliche Tastuntersuchung einen auffälligen Befund, erfolgt im Anschluss in der Regel eine Mammografie. Bei diesem bildgebenden Verfahren werden Röntgenaufnahmen der Brust angefertigt, um mögliche Veränderungen im Gewebe und entstandene Tumoren zu erkennen. Allerdings sind die Aufnahmen bei der Mammografie nicht immer aufschlussreich. Bei jungen Frauen mit dichtem Brustgewebe und Frauen, die hormonell zum Beispiel mit der Antibabypille verhüten, ergibt sich häufig die Notwendigkeit weiterer Verfahren zur Diagnose. Deshalb empfiehlt die S3-Leitlinie für die „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“ die Mammografie als Diagnoseverfahren erst ab dem 40. Lebensjahr der Patientin.

Ultraschall der Brust (Mammasonografie)

Bei Frauen unter 40 Jahren sowie klinisch auffälligen Befunden der Mammografie soll eine Ultraschalluntersuchung der Brust, sogenannte Mammasonografie, zur Diagnose eingesetzt werden. Die Mammasonografie ist bei Schwangeren und Frauen in der Stillzeit unbedingt der Mammografie vorzuziehen. Bei Verdacht auf Brustkrebs reicht die Mammasonografie allerdings nicht zur Diagnose aus und soll durch weitere Verfahren ergänzt werden.

Kontrastmittel-Magnetresonanztomografie

Eine Kontrastmittel-Magnetresonanztomografie (MRT), auch Kernspintomografie genannt, gehört laut Leitlinie nicht zur Basisdiagnostik bei Verdacht auf Brustkrebs, soll aber in bestimmten Fällen ergänzend für eine gesicherte Diagnose durchgeführt werden. Die Magnetresonanztomografie bzw. Kernspintomografie wird vor allem bei jungen Frauen im Rahmen des Früherkennungsprogramms durchgeführt, wenn eine genetische Auffälligkeit des BRCA1- und/oder BRCA2-Gens erwiesen ist. Durch eine Kontrastmittelgabe in die Blutbahn wird sehr dichtes Gewebe besser abgebildet als zum Beispiel bei der Mammografie.

Diagnose von Brustkrebs: Biopsie

Die Biopsie dient der diagnostischen Sicherung der zuvor durchgeführten Maßnahmen. Es gibt unterschiedliche Verfahren der Biopsie: Stanzbiopsie, Vakuumbiopsie und die offene Exzisionsbiopsie. Je nach Verfahren wird über eine Hohlnadel oder bei einem chirurgischen Eingriff verdächtiges Brustgewebe entfernt, was anschließend von einem spezialisierten Pathologen untersucht wird.

Sabrina Mandel

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