Wir, das sind sowohl an Brustkrebs erkrankte als auch gesunde Frauen, die gemeinsam erkrankte Frauen,
deren Angehörige und andere Interessierte über die Erkrankung Brustkrebs informieren und beraten
wollen. Gleichzeitig wollen wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit zur Enttabuisierung von Brustkrebs beitragen
und mit den verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens - wie ÄrztInnen, Kliniken, Fachgesellschaften -
Netzwerke aufbauen, die die Frauen nach ihren Bedürfnissen nutzen können.
Die Fakten sind bekannt - die Konsequenzen lassen auf sich warten. Brustkrebs ist mehr als ein medizinisches
Problem: In Deutschland erkrankt an diesem Krebs jede neunte Frau, 53 sterben daran. Täglich! Mit
einer Überlebenschance von 72 Prozent fünf Jahre nach der Diagnose liegt Deutschland nur im
europäischen Mittelfeld. Über Brustkrebs wird viel geredet, doch ein die Gesellschaft alarmierendes
Thema ist es noch nicht. Gebraucht werden deshalb:
- eine objektive Ursachenforschung anhand eines bundeseinheitlichen Krebsregisters
das Krankheitsverläufe dokumentiert und nach Städten und Bundesländern auswertet
- mehr Transparenz und Unabhängigkeit in der Brustkrebsforschung
- eine qualitätsgesicherte Früherkennung und Diagnostik nach europäischen Richtlinien mit
zertifizierten RadiologInnen
- die Übernahme der Kosten für die Früherkennung durch die Krankenkassen
- die flächendeckende Einrichtung von Brustzentren
- eine leitliniengerechte Therapie die - unabhängig vom sozialen Status der
Patientin - in spezialisierten Kliniken oder Schwerpunktpraxen durchgeführt wird
- die Einbeziehung naturheilkundlicher und alternativer medizinischer Verfahren in Ergänzung zur
Schulmedizin und von Expertinnen der Betroffenen-Initiativen
- eine adäquate psycho-soziale Betreuung der Erkrankten und ihrer Angehörigen.
Um politischen und gesellschaftlichen Fortschritt für die Bekämpfung der Krankheit zu erreichen,
braucht es eine starke Lobby. Wir werben um eine breite Unterstützung für die optimale Versorgung
der an Brustkrebs erkrankten Frauen.
In den Jahren 2000 sowie 2001 haben wir die Demonstration
brustkrebs-betroffener Frauen durch das Brandenburger Tor initiiert. 2002 haben wir die erste
Brustkrebs-Gala im Berliner Theater des Westens veranstaltet.
Die Arbeit des als gemeinnützig anerkannten Vereins Brustkrebs-Initiative, Hilfe zur
Brustgesundheit e.V. - eingetragen am Amtsgericht Berlin: Reg.Nr. 18252 Nz - trägt sich
hauptsächlich durch ehrenamtliche Mitarbeit, Vereinsbeiträge und Spenden. |