Eine sehr informative Seite im Internet hierzu:
Brustwiederherstellung, eine private Homepage mit gut verständlichen Informationen zu Brustaufbau mit Eigengewebe/ Implantaten etc.
Da 20% der an Brustkrebs erkrankten Frauen amputiert werden müssen, stellt sich die Frage, ob die fehlende Brust durch äußere
Prothesen (= Epithesen) oder durch einen
Wiederaufbau ersetzt werden soll. Welche Methode gewählt wird, sollte allein der betroffenen Frau überlassen werden - natürlich müssen dabei auch medizinische Erwägungen mit einbezogen werden wie z.B. die Hautbeschaffenheit nach Bestrahlung etc.
Epithesen werden in einen Büstenhalter eingelegt und sollen vom Gewicht und Aussehen der vorhandenen Brust ähnlich sein.
Es gibt auch sogenannte
"Schwimmprothesen", die von den Frauen sehr geschätzt werden, ebenso wie
Haftepithesen, die direkt auf die Haut geklebt werden.
Der
Wiederaufbau der Brust kann entweder durch Fremdmaterial (Silikon) oder durch körpereigenes Gewebe erfolgen - es gibt auch Kombinationen beider Techniken.
Eine solche Operation ist prinzipiell jederzeit möglich. Meistens wird sie gleichzeitig mit der Brustentfernung durchgeführt, indem eine sogenannte Platzhalterprothese oder auch schon die endgültige Prothese eingelegt wird. Gelegentlich erfolgt die OP aber erst nach 3 - 6 Monaten. Auch eine Brustwarze kann rekonstruiert werden - entweder aus Haut der Mamille der anderen Seite, aus Schamlippenhaut oder durch Tätowierung.
Die
TRAM-Flap Technik nutzt den querliegenden BAUCHMUSKEL, der entweder an einem oder beiden Gefäßstielen hinter den Rippen hoch zur Brust verlagert wird, oder beim FREE TRAM-FLAP frei transplantiert und an den Thoraxgefäßen wieder angeschlossen wird.
Beim LATISSIMUS DORSI wird der ganze oder ein Teil des Rückmuskels z. T. frei präpariert und an den Versorgungsleitungen hängend unter der Achsel nach vorn verlegt und dort - evtl. mit einem zusätzlichen Silikonkissen - zur Brust geformt.
Quelle:
"Sprechende Medizin - Brustkrebs-betroffen", Lilly Pharma Deutschland
