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Nachsorge
Nach Abschluss der medizinischen Behandlung beginnt für die meisten der Betroffenen die Zeit, in der sie in ein tiefes psychisches Loch fallen. Sie sind ängstlich, unsicher, empfinden ihren Körper als nicht mehr vollständig, wissen nicht, wie es im Privat- und Berufsleben weiter gehen wird.

Hier haben wir für Sie medizinische Informationen zur Nachsorge sowie zu Brustprothesen und zum Wiederaufbau der Brust zusammengetragen.

Nachsorge heißt nicht nur medizinische Nachsorge, da sich diese beim Mamma-Carcinom primär in regelmäßigen Mammografie-Kontrollen und körperlicher Untersuchung erschöpft. Nachsorge bedeutet auch psychische und soziale Begleitung, Reha-Maßnahmen sowie das Vermindern von krankheitsbedingten Folgen.

Die ärztliche Nachsorge wird in den ersten 3 Jahren zunächst in 3monatigen, dann in 6monatigen Abständen durchgeführt. Je nach Erkrankungsstadium und Therapie wird durch gezieltes Fragen und die körperliche Untersuchung die Möglichkeit der Metastasierung eingegrenzt.

Nach brusterhaltender Therapie muss die betroffene Brust erst halbjährlich, nach 3 Jahren einmal pro Jahr ebenso wie die gesunde Brust mammografiert werden.

Tumormarkerbestimmungen, Knochenszintigramme, Lebersonografien oder Lungenröntgen in regelmäßigen Abständen erfolgen nicht mehr, da man herausgefunden hat, dass diese Untersuchungen die Patientinnen eher belasten und meist die Patientin vor der Apparatemedizin spürt, dass der Tumor rezidiviert bzw. fortgeschritten ist.
Bei Frauen, die Tamoxifen einnehmen, muss alle 6 Monate eine Vaginalsonografie zur Beurteilung der Gebärmutterschleimhaut durchgeführt werden, da Tamoxifen zu einer Entartung derselben führen kann.

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Brustprothesen und Wiederaufbau der Brust
Eine sehr informative Seite im Internet hierzu: Brustwiederherstellung, eine private Homepage mit gut verständlichen Informationen zu Brustaufbau mit Eigengewebe/ Implantaten etc.

Da 20% der an Brustkrebs erkrankten Frauen amputiert werden müssen, stellt sich die Frage, ob die fehlende Brust durch äußere Prothesen (= Epithesen) oder durch einen Wiederaufbau ersetzt werden soll. Welche Methode gewählt wird, sollte allein der betroffenen Frau überlassen werden - natürlich müssen dabei auch medizinische Erwägungen mit einbezogen werden wie z.B. die Hautbeschaffenheit nach Bestrahlung etc. Epithesen werden in einen Büstenhalter eingelegt und sollen vom Gewicht und Aussehen der vorhandenen Brust ähnlich sein.

Es gibt auch sogenannte "Schwimmprothesen", die von den Frauen sehr geschätzt werden, ebenso wie Haftepithesen, die direkt auf die Haut geklebt werden.

Der Wiederaufbau der Brust kann entweder durch Fremdmaterial (Silikon) oder durch körpereigenes Gewebe erfolgen - es gibt auch Kombinationen beider Techniken. Eine solche Operation ist prinzipiell jederzeit möglich. Meistens wird sie gleichzeitig mit der Brustentfernung durchgeführt, indem eine sogenannte Platzhalterprothese oder auch schon die endgültige Prothese eingelegt wird. Gelegentlich erfolgt die OP aber erst nach 3 - 6 Monaten. Auch eine Brustwarze kann rekonstruiert werden - entweder aus Haut der Mamille der anderen Seite, aus Schamlippenhaut oder durch Tätowierung.

Die TRAM-Flap Technik nutzt den querliegenden BAUCHMUSKEL, der entweder an einem oder beiden Gefäßstielen hinter den Rippen hoch zur Brust verlagert wird, oder beim FREE TRAM-FLAP frei transplantiert und an den Thoraxgefäßen wieder angeschlossen wird. Beim LATISSIMUS DORSI wird der ganze oder ein Teil des Rückmuskels z. T. frei präpariert und an den Versorgungsleitungen hängend unter der Achsel nach vorn verlegt und dort - evtl. mit einem zusätzlichen Silikonkissen - zur Brust geformt.

Quelle:
"Sprechende Medizin - Brustkrebs-betroffen", Lilly Pharma Deutschlandnach oben