Forum - Chat - Impressum

Home
Brustkrebs
Früherkennung
Therapie
Nachsorge
Kliniken
BK in den Medien
Erfahrungen
Angehörige
Links


Beratung
Rückblick
Kunstprojekte

Brustkrebs
Vor Brustkrebs können sich Frauen nicht schützen, Diagnostik, Behandlung und Heilung können jedoch verbessert werden. Angefangen bei der Intensivierung der Forschung über eine flächendeckende und qualifizierte Früherkennung bis hin zu effektiven, evidenzbasierten Behandlungsmethoden und einer umfassenden Nachsorge.

Einige sehr informative Seiten im Internet hierzu:

Brustkrebs-Berlin: gemeinsame Seite von Prof. Barth, Mammazentrum Esslingen, und Dr. Koubenec, Mammasprechstunde DRK-Kliniken Westend
Brustkrebs-Lexikon: mit mehr als 500 Stichworten, von Dr. Koubenec zusammengestellt
Deutsche Krebsgesellschaft: übersichtliche + sehr aktuelle Informationen zu Vorsorge, Früherkennung, Diagnose und Behandlung sowie Leben mit Krebs
NetDoktor: Aktuelle medizinische Erläuterungen zu Brustkrebs, mit Suchfunktion zu finden
Qualimedic: Infos zu Diagnose, Früherkennung, Symptomen, Therapie und Nachsorge
Virtuelle Apotheke: Informationen zum Thema Brustkrebs, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, Anleitungen zur Selbstuntersuchung, mit Glossar, Literaturtipps und Linkliste

Links mit Informationen in Englisch und Spanisch:

Breastlink: site with latest information on breast cancer research in English and Spanish
Sociedade Brasileira de Mastologia: Brazilian site on breast cancer
Womenshealth: all about breast cancer from symptoms and diagnosis to treatment and survival

Hier haben wir für Sie medizinische Informationen zum Aufbau der weiblichen Brust sowie zu Ursachen und Risikofaktoren von Brustkrebs zusammen getragen.
nach oben
Aufbau der weiblichen Brust
Die Brust besteht aus milchproduzierenden Drüsen, umgebendem Fett- und Bindegewebe, sowie den versorgenden Nerven und Blutgefäßen. Sie liegt auf dem großen und kleinen Brustmuskel (=M.pectoralis major und minor). Das Drüsengewebe mit den Milchgängen ist traubenförmig angeordnet und mündet in der Brustwarze (=Mamille). Die Drüsenläppchen heißen Lobuli, die Drüsengänge Ductus - diese Begriffe werden dann bei der Tumorbeschreibung wichtig (lobuläres Carcinom - duktales Carcinom). Die Medizin hat die Brust schematisch in vier Quadranten eingeteilt, um den Ort einer krankhaften Veränderung innerhalb der Brustdrüse angeben zu können. Da der Hauptanteil des Drüsengewebes im oberen äußeren Quadranten gelagert ist und das Mamma-Carcinom von den Drüsen ausgeht, befinden sich auch die meisten Mamma-Carcinome im oberen äußeren Quadranten. Da sich im Bindegewebe neben der Nerven- und Blutgefäße, die die Brust mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen, auch Lymphbahnen befinden, ist es wichtig zu wissen, dass diese hauptsächlich in Richtung Achselhöhle (=Axilla)‚ aber auch in Richtung Schlüsselbein (=Clavicula) und Brustbein (=Sternum) verlaufen. Tumorzellen werden über die Lymphbahnen sowie über die Blutbahnen verschleppt. Da das Mamma-Carcinom primär über die Lymphbahnen transportiert wird, die mittels der Lymphknoten wie ein Filter wirken, ist es wichtig zu wissen, wo diese sitzen.
nach oben
Ursachen und Risikofaktoren
Krebs ist eine ganz unterschiedliche Erkrankung, die aber als gemeinsame Ursache ein unkontrolliertes Zellwachstum in Organen oder Körpergeweben meint.
Diese unkontrolliert wachsenden Zellen können auf ein Organ, dessen Gewebe sie dann nach und nach zerstören, lokalisiert bleiben. Sie können aber auch über Blut - und Lymphwege in andere Regionen des Körpers gelangen und dort Absiedlungen = Metastasen mit weiterer Gewebszerstörung verursachen.
Warum Zellen im Körper außer Kontrolle geraten, war, ist und wird weiterhin Gegenstand der Forschung bleiben. Warum nun bei einem Individuum diese Zellen wenig und beim anderen mehr Zerstörung anrichten, ist noch nicht genau erforscht. Was man unterdessen weiß, ist folgende Tatsache: Jeder Organismus muss sich irgendwann einmal mit Krebszellen auseinander setzen. Der eine erkrankt, d.h. die Zellen vermehren sich und zerstören gesunde Körperstruktur, der andere bleibt gesund, d.h. der Körper zerstört in Eigenregie diese Tumorzellen und es kommt nicht zur Erkrankung.

Etwa 75% der Brust-Tumore sind gutartig. Das Wort "Tumor" kommt aus dem Lateinischen und heißt "Geschwulst" - egal, ob diese gut- oder bösartig ist.

Die Ursachenforschung ist leider noch nicht allzu weit gediehen, einige anerkannte Brustkrebsursachen sind:

Genetische Einflüsse:
6-10% der Frauen, die an Brustkrebs erkranken, kommen aus sogenannten Risikofamilien, d.h. sie haben die Brustkrebsgene BRCA -1 und -2., BRCA steht dabei für das englische Wort breast cancer = Brustkrebs. Typisch ist, dass die Erkrankung in diesen Familien bei mehreren Familienmitgliedern (auch Männern) auftritt, vor allem schon in relativ jungen Jahren, d.h. vor dem 40./50. Lebensjahr. Oft sind beide Brüste betroffen und die Frauen aus solchen Familien haben ein sehr hohes Risiko (ca. 80%), im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs oder auch an Eierstockskrebs zu erkranken, welches bei BRCA - 1 noch größer ist als bei BRCA-2. Ob Gene verändert sind, kann durch laborchemische Untersuchungen nachgewiesen werden, es sind aber auch umfangreiche Untersuchungen und Befragungen der anderen Familienangehörigen erforderlich, um diese familiäre Disposition zu erarbeiten. Es gibt spezielle Beratungszentren für familiären Brustkrebs‚ die sich um die Betreuung dieser Risikofamilien kümmern. In diesen Zentren müssen verschiedenste Fachdisziplinen zusammenarbeiten: Gynäkologlnnen, Genetikerlnnen, Psychologlnnen, damit diese Familien richtig betreut werden.
Wichtige Kriterien für ein erhöhtes Risiko
sind:
  • Eine Frau in der Familie ist vor dem 40. Lebensjahr oder früher an Brust- und Eierstockskrebs erkrankt.
  • Eine Frau erkrankt an beidseitigem Brustkrebs vor dem 40. Lebensjahr.
  • Das Mamma-Carcinom tritt vor dem 30. Lebensjahr auf.
  • Eine Frau erkrankt vor dem 40. Lebensjahr an Ovarial-Carcinom.
  • Ein männlicher Verwandter erkrankt an Brustkrebs.
Weitere Risikofaktoren, an Brustkrebs zu erkranken, sind:
  • Der Hauptrisikofaktor ist immer noch das Alter: 80% der Frauen erkranken nach dem 50. Lebensjahr, mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an.
  • ein sehr früher Beginn und ein spätes Ende der Regelblutung, d.h. eine verlängerte "hormonaktive" Zeit
  • keine Geburt oder sogenannte späte Erstgeburten; das erste Kind sollte vor dem 30. Lebensjahr geboren werden, um statistisch einen Schutz vor Brustkrebs zu haben
  • regelmäßiger Alkohol"genuss" - ab 10 gr. C2H5OH/Tag steigt das Brustkrebsrisiko um ca. 10% an
  • lange Hormoneinnahme - Risikoerhöhung nach 5 Jahren 2%, nach 10 Jahren 10% Dieses Risiko wird gerade in den letzten Jahren sehr kontrovers diskutiert.
  • Übergewicht steigert das Erkrankungsrisiko - da im Fettgewebe für lange Zeit (auch nach der Menopause) Östrogene als Depot gespeichert werden.
  • Fettreiche Ernährung wird ebenfalls als risikoerhöhend angesehen.
  • Nachtarbeit: neueste Studien zeigen, dass durch Veränderung der Melatoninausschüttung bei chronischen Nachtarbeiterinnen die Brustkrebshäufigkeit erhöht ist.
nach oben