09. Februar 2016
Im Rahmen einer bundesweiten Studie wollen Mediziner untersuchen, ob äußere Faktoren wie Ernährung oder Bewegung den Ausbruch von genetischen bedingtem Brustkrebs verzögern oder verhindern können.
 03. Februar 2016
Mit einem neuen Mikroskopieverfahren untersuchten Forscher aus Heidelberg und Saarbrücken die Verteilung bestimmter wachstumsfördernder Protein-Rezeptoren auf Brustkrebszellen. Dabei entdeckten sie, dass einer kleinen Gruppe der Tumorzellen genau die krebsfördernden „Pärchen“ dieser Rezeptoren fehlen.
 22. Januar 2016
Jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren erhält alle zwei Jahre mit ihrer Einladung zum Mammographie-Screening-Programm eine Informationsbroschüre des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA). Das nun überarbeitete Merkblatt soll Frauen dabei unterstützen, Vor- und Nachteile des Programms für sich abzuwägen.
 20. Januar 2016
Es gibt gesetzlich festgelegte Vorsorgemaßnahmen, die Frauen bei der Brustkrebs vorsorge zustehen, und die Individuellen Gesundheitsleistungen, die sog. IGeL-Leistungen, bei denen es sich um Leistungen zur Vorsorge handelt, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.
Stethoskop
Ihr Ratgeber Brustkrebs
Bei Brustkrebs handelt es sich um bösartige Tumorzellen im Brustgewebe, medizinisch Mammakarzinom genannt.
Brustkrebs

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs, medizinisch als Mammakarzinom bezeichnet, ist eine bösartige Tumorerkrankung der Brustdrüse. Mit mehr als einer Million neuerkrankten Patientinnen im Jahr weltweit, vor allem in Europa und Nordamerika, ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Wie viele Betroffene gibt es?

3d rendered illustration of tumor in transparent female breastIn Deutschland erhalten jährlich etwa 70.000 Frauen die Diagnose Brustkrebs. Die Zahl der Neuerkrankungen hat sich seit den 1980er-Jahren mehr als verdoppelt. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, allerdings ist die Zahl der männlichen Patienten weitaus geringer. Im Jahr 2010 erhielten in Deutschland ca. 610 Männer die Diagnose Brustkrebs.

Obwohl die Zahl der Patientinnen mit Brustkrebs jährlich stetig ansteigt, sinkt die Sterblichkeitsrate dank neuer, erfolgreicher Therapieansätze. Der Anstieg der Neuerkrankungen wird auf das zunehmende Alter der Bevölkerung zurückgeführt. Brustkrebs tritt selten bei jungen Frauen auf. Das durchschnittliche Alter der neuerkrankten Patientinnen liegt Statistiken zufolge bei 64 Jahren.

Klassifikation von Brustkrebs-Vorstufen

Wie bei allen Krebserkrankungen entsteht auch Brustkrebs durch eine krankhafte Veränderung bei der Zellteilung. Trotz umfangreicher und langjähriger Forschungen sind die Ursachen bis heute nicht abschließend geklärt. Allerdings können inzwischen dank neuer, moderner Verfahren bereits kleinste Veränderungen der Zellen und Vorstufen von Brustkrebs früh erkannt und so die Heilungschancen stetig erhöht werden.

Nicht jede Veränderung der Brustdrüse bedeutet die Diagnose Brustkrebs. Mediziner unterscheiden vier Arten von Zellveränderungen, die entweder als gutartige Gewebeveränderungen oder eine Vorstufe zu Brustkrebs erkannt werden:

UDH, ADH und LN

Als UDH, Abkürzung aus dem Englischen für „Usual Ductal Hyperplasia“, wird eine unnatürliche Zellanzahl in den Milchgängen bezeichnet. Bei der sogenannten intraduktalen Hyperplasie (Hyperblasie ist der lateinische Begriff für Zellen) entstehen zu viele normale Zellen in den Milchgängen. Verändern sich die Zellen in den Milchgängen, sprechen Mediziner von einer atypischen Hyperblasie, kurz ADH, aus dem Englischen für „Atypical Ductal Hyperplasia“.

Veränderungen der Zellen können auch in den Drüsenläppchen der Milchgänge entstehen. Die Ansammlung von neuartigen, krebsähnlichen Zellen wird medizinisch als Lobuläre Neoplasie bezeichnet, kurz LN. Die Anhäufung normaler Zellen und die Veränderung der Zellstruktur kann sowohl in den Milchgängen als auch den Drüsenläppchen eine Vorstufe von Krebs bedeuten. In vielen Fällen bleiben die Veränderungen allerdings bestehen, ohne dass sich bösartige Zellen bilden. Ob und wie bei einer dieser Vorstufen eine Therapie infrage kommt, entscheidet der behandelnde Arzt individuell.

DCIS: Frühform von Brustkrebs

Eine Veränderung der Zellen in der Innenwand der Milchgänge ist häufig ein erstes Anzeichen für die Entstehung von Brustkrebs. Das sogenannte DCIS, aus dem Englischen für „Ductal Carcinoma in situ“, entwickelt sich bei 30 bis 50 Prozent der Patientinnen zu einem Mammakarzinom.

Bei dieser Form der Zellveränderung bleiben die abnormen Zellen am Ursprungsort (in situ ist der lateinische Begriff für „am Ort“) der Innenwand und dringen nicht in die benachbarten Gewebe oder Organe. Weil DCIS die häufigste Vorstufe bei Brustkrebs und fast immer heilbar ist, wird eine Therapie in der Regel empfohlen.

Sabrina Mandel

 09. Februar 2016
Im Rahmen einer bundesweiten Studie wollen Mediziner untersuchen, ob äußere Faktoren wie Ernährung oder Bewegung den Ausbruch von genetischen bedingtem Brustkrebs verzögern oder verhindern können.
 03. Februar 2016
Mit einem neuen Mikroskopieverfahren untersuchten Forscher aus Heidelberg und Saarbrücken die Verteilung bestimmter wachstumsfördernder Protein-Rezeptoren auf Brustkrebszellen. Dabei entdeckten sie, dass einer kleinen Gruppe der Tumorzellen genau die krebsfördernden „Pärchen“ dieser Rezeptoren fehlen.
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